Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen. Auch die Sportbranche ist davon betroffen, denn gemeinsam in geschlossenen Räumen sporteln und schwitzen ist in der aktuellen Situation nur bedingt umsetzbar.
In diesem zweiteiligen Special möchten wir euch daher zum einen die Vorteile von Bewegung und Sport in der Natur vorstellen und andererseits Möglichkeiten an die Hand geben, wie man Bewegung gut in die eigenen vier Wände des Home-Office integrieren kann. Denn auch in der kälteren Saison ist Sport draußen gut für die Gesundheit, stärkt das Immunsystem und ist ein guter Ausgleich zu dem vielen Sitzen in der eigenen Wohnung.

Warum ist Bewegung in der Natur so gut für den Körper?

Wir verbringen einen Großteil unseres Alltags in Räumen und Gebäuden, daher ist Bewegung in der Natur zum Ausgleich sowohl für die körperliche als auch psychische Gesundheit enorm wichtig. Wer im Wald mal so richtig tief einatmet und die Augen schließt, merkt, wie gut die frische Luft für das Wohlbefinden ist. Durch die UV-Strahlen nehmen wir Vitamin D auf, welches eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit hat. Hält man sich einen Großteil in zu steriler Umgebung auf, so verlernt der Körper, sich gegen Krankheitserreger zu wehren. Ein besonders wichtiger Aspekt ist die beruhigende Wirkung, die ein Aufenthalt in der Natur mit sich bringt: Wir können vom Alltag abschalten und Probleme bewusst und/oder unbewusst besser verarbeiten.

Was hat es eigentlich mit dem „Waldbaden“ auf sich?

Waldspaziergänge haben in vielerlei Hinsicht Einfluss auf die Gesundheit. Zum einen regt die frische und kühle Luft die Durchblutung an und stärkt das Immunsystem und die eigenen Abwehrkräfte. So vermutet man, dass Bäume „magische Botenstoffe“ aussenden, die die eigenen Killerzellen im Blut erhöhen können. Zum anderen fördert der unebene Boden den Bewegungsapparat und das Herz-Kreislauf-System wird bei einer großen Runde durch den Wald angeregt. Waldbaden, also den Wald mit den ganzen Sinnen wahrnehmen, hat in anderen Kulturen einen großen Stellenwert und bekommt auch hier einen immer wichtigeren Stellenwert. Es trainiert die Achtsamkeit und wirkt oftmals wie ein kleiner Kurzurlaub.

Ausdauersport in der kalten Jahreszeit

Gerade in unseren Gefilden gibt es eigentlich keinen Grund, nicht auch im Herbst/Winter draußen Sport zu treiben, Fahrrad zu fahren oder Laufen zu gehen: Denn erst ab zweistelligen Minusbereichen kann die kalte Luft für die Atemwege bedenklich werden.
Im Gegenteil: Durch die höhere und intensivere Atemfrequenz nehmen wir mehr von der sauerstoffreichen Luft in der Natur auf und stärken somit doppelt unser Immunsystem. Außerdem senkt körperliche Aktivität die Konzentration der Entzündungsmarker im Körper und besonders die Lunge profitiert von der optimalen Sauerstoff- und Nährstoffversorgung bei Bewegung an der frischen Luft.
Bei Regen, Matsch und Wind kann so ein „Ausflug“ auch schon mal zum kleinen Abenteuer werden und bringt uns aus unserer Komfortzone. Die Devise dabei lautet: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung. Sich in der Zwiebelmethode zu kleiden ist bei kälteren Temperaturen zu empfehlen. Wer dazu noch weitere Informationen braucht, dem empfehlen wir unseren Artikel zu Laufsport im Winter.

Erkältungen und Sport draußen

Ein wichtiger Grundsatz beim Sport (draußen) ist, auf seinen Körper zu hören und sich nicht zu überanstrengen. Erkältungssymptome wie Gliederschmerzen, Trägheit oder ein deutlich erhöhter Puls bei normalen Aktivitäten wie Treppensteigen oder Spazieren weisen darauf hin, dass der Körper etwas ausbrütet. Dann sollte man auf eine zusätzliche Belastung durch Ausdauersport verzichten.
Hat man jedoch das Gefühl, sich in seinem Körper wohl zu fühlen und dass ein bisschen Bewegung sogar für die Genesung förderlich sein könnte, so darf man ruhig auch aktiv werden. Dann spricht nichts gegen eine lockere Lauf-oder Fahrradrunde im Grundlagenbereich. Ein Spaziergang ist besonders bei Grenzfällen ein guter Kompromiss.
ACHTUNG: Bei Zweifeln immer den Arzt kontaktieren und abklären, ob Sport in der körperlichen Verfassung möglich ist.

Anmerkung: Das sogenannte „open-window“ ist ein Phänomen, das nach sportlicher Aktivität bei kälteren Temperaturen auftritt. Dabei ist man eine Weile nach dem Sport anfälliger für Bakterien, Viren und Krankheitserreger. Dies ist jedoch nicht allzu schlimm, solange man schnell seine verschwitzte Kleidung auszieht, warm duscht und ggf. warme Getränke zu sich nimmt, um die Schleimhäute feucht zu halten.

Gemeinsam Sport zusammen in engen Räumen zu treiben ist aktuell leider nicht möglich. Daher hoffen wir, mit dieser kleinen Zusammenfassung genug Motivation geliefert zu haben, in der kommenden Zeit sportlich aktiv zu werden und die Vorteile der schönen Natur und ihren positiven Einfluss auf das Immunsystem auszunutzen.
In Teil 2 unseres Specials zeigen wir Übungen, die man gut im Home-Office machen kann, um in kleinen Pausen dem langen Sitzen und den damit einhergehenden körperlichen Beschwerden entgegenzuwirken.

Euer Team von Motion Matters

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